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Race-Camp in Unterwasser vom Montag, 16. bis Donnerstag,
19. Januar 2017

Tief verschneite Wälder und weisse Berggipfel, das Thermometer zeigt minus 17° Grad und bevor man überhaupt auf die Piste kommt, heisst es erst einmal: Auto ausbuddeln und enteisen. Kommt das den Racecamp-Teilnehmern bekannt vor? Nein – überhaupt nicht! Normalerweise regnet es jeweils in Strömen bei angenehmen 4° Grad, wenn die SVSE’ler jeweils im Januar im Toggenburg ihre Skitechnik verbessern. Diesmal meinte es Frau Holle aber wirklich gut mit uns. Unserem leitenden Trainer Dölf Alpiger musste ein Felsbroken vom Herzen gefallen sein, als sich kurz vor Campbeginn endlich der Winter ankündigte und pausenloser Schneefall das Toggenburg in eine tiefverschneite Winterlandschaft verwandelte. Nicht etwa, dass es im Toggenburg ohne Schnee nicht auch schön wäre… aber auf Schnee lässt es sich einfach besser Skifahren.

So fanden sich am Montag zahlreiche Skirennfahrer (die einen etwas früher und die anderen aufgrund der winterlichen Verhältnisse etwas später) - im Hotel Alpina bei Anita & Sepp Rupp ein, um kurze Zeit später zusammen erste Carving-Schwünge in den Neuschnee zu zaubern. Der ESC Soldanella war vertreten mit Fabienne Luchs und Schreibenden, sowie natürlich von Tamara Pellet im Leiterteam.

Für den ersten Trainingstag wurden die kurzen Slalom-Skis an die Füsse geschnallt. Den perfekten Trainingshang fanden wir beim Thur-Lift in Wildhaus. Ein lockeres Einfahren mit zwei, drei technischen Freifahr-Übungen wärmte die Muskeln an und förderte die Vorfreude auf das folgende Slalomtraining. Immer mit dabei war Dölf mit seiner GoPro-Kamera. Nichts und niemand entging den wachsamen Augen unseres Trainerstabs, denn auch Tamara Pellet und Mathias Güttinger standen uns während diesen vier Trainingstagen mit Tat und Rat zur Seite.

Doch leider ging der erste Vormittag nicht vorbei, ohne dass ein Teilnehmer so unglücklich stürzte, dass er die nahe gelegene Arztpraxis aufsuchen und in der Folge für das Racecamp Forfait geben musste. Wir wünschen Manfred an dieser Stelle gute Genesung.

Auch am Dienstag werkelte Frau Holle noch etwas weiter, dazu kam kühler Wind, der die Schneeflocken quer fliegen und die Skifahrer schlottern liess. Nichts desto trotz wurde unermüdlich trainiert. Die Rennpiste am Ruestel war ganz in unserer Hand, so dass neben den Slalomläufen genug Platz blieb, um auch noch drei Parcours mit den „Bäselis“ auszustecken. Diese besenähnlichen Kurz-Stangen reichen den Fahrern jeweils nur bis knapp unter das Knie und dienen dazu, die Technik der Slalom-Grundschwünge aufzubauen, ohne dass einem bereits lange Kippstangen um die Ohren (oder ins Gesicht) fliegen. Am Abend wurden die Trainingsfahrten jeweils anhand von Fotos und Videos analysiert.

Und endlich zeigte sich die Sonne! Wer nun dachte, damit würde es auch etwas wärmer werden, der irrte sich gewaltig. Das Thermometer an der Talstation der Iltiosbahn in Unterwasser zeigte am Mittwochmorgen nicht weniger als frische minus 17° Grad an, während die ersten Sonnenstrahlen den gegenüberliegenden Säntis in ein kitschiges Morgenrot hüllte. Die Slalom-Skis wurden gegen die Riesenslalom-Skis getauscht und das Tempo auf der Piste damit automatisch schneller. Dank den eisigen Temperaturen lag zwischen den einzelnen Trainingsfahrten auch mal ein (oder zwei) Kafi-Stopp drin, damit die tiefgefrorenen Finger und Füsse aufgetaut werden konnten. Doch auch Leistung war gefragt. Beim legendären Racecamp-Wettkampf ging es in diesem Jahr darum, nach dem absolvierten Trainingslauf zu schätzen, wie viele Sekunden man für die eben absolvierten Tore benötigt hatte. So siegte nicht der schnellste Fahrer, sondern der beste Schätzer. Am früheren Abend rüstete die Truppe dann die Schlitten, denn bei solch winterlichen Verhältnissen durfte eine Schlittenfahrt vom Iltios über die Schwendi nach Unterwasser natürlich nicht fehlen. Nach einer kleinen Stärkung auf 1350 Meter ging es in zügiger Fahrt runter ins Tal, wobei festgestellt werden konnte, dass die einen auf den Skis besser aufgehoben sind als auf dem Holzschlitten. Nach dem anstrengenden Schlittelplausch musste sofort wieder eine kleine Stärkung her, welche in der WoWa-Bar gefunden wurde und sozusagen am Weg ins Alpina lag. Zum Tagesabschluss gab es bei Anita und Sepp Rupp ein Fondue. Remo Gatti, Leiter TK Wintersport des SVSE, hatte trotz seinem gedrängten Wochen-Programm den Weg ins Toggenburg gefunden. Er überreichte im Anschluss an das Abendessen allen Camp-Teilnehmern einen Gutschein von Comfortrust im Wert von CHF 50.00 für den nächsten Einkauf, damit man im nächsten Camp sicher nicht frieren muss.

Der Fasnachtsbeginn im Toggenburg sollte dann am einen oder anderen SVSE‘ler nicht spurlos vorbei gehen und so kam es, dass nicht alle einen idealen Start in den letzten Trainingstag erwischten. Schlussendlich fanden sich jedoch wieder alle in Wildhaus auf der Piste, um nochmals Vollgas zu geben. Die kalten Temperaturen sorgten für eine harte Unterlage, so dass bis um 12.30 Uhr nochmals bei idealen Bedingungen und Traumwetter Riesenslalom trainiert werden konnte. Nach einem feinen Mittagessen und der Rangverkündigung im Alpina war das Racecamp 2017 auch bereits schon wieder Geschichte. Ein herzliches Dankeschön geht an die Sponsoren des SVSE Wintersports, VVST und ComforTrust AG, sowie an die Spender der Preise, welche die Teilnehmer anlässlich der Rangverkündigung entgegen nehmen durften.

Rangliste RS-Wettkampf:

Damen:                                  Herren:

1. Lis Müller                          1. David Geering          4. Thomas Meier             7. Viktor Egli

2. Rahel Huber                     2. Hansruedi Laich       5. Alessio Di Monaco     8. Thomas Hodler

3. Fabienne Luchs              3. Marco Tami               6. Beat Dittli

Bericht: Rahel Huber


Untenstehend findest Du einen Rückblick in Bildform von Modeste Jossen:
http://www.modeste.ch/news/bilder-vom-racecamp-2017/

Untenstehend findest Du einen Rückblick als Video von Dölf Alpiger:
https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1732575063651024&id=100006956404521

 

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