7. bis 10. September 2026
Die traditionellen SVSE-Biketage fanden in diesem Jahr in der Oberwalliser Metropole Brig statt. Ein schmuckes Städtchen für gemütliches Après-Biken und noch schmuckere Trails in allen Richtungen! Das Bikerherz der SVSE-Bikegruppe schlug hoch!
Weitere Pluspunkte von Brig sind der Eisenbahnknoten bzw die Erreichbarkeit aus der nördlichen Schweiz sowie das meist mildere und trockenere Klima. So reisten fünf der sechs Teilnehmenden mit dem Zug an und freuten sich vorgängig über die tollen Wetterprognosen! Das Wetter zeigte sich schliesslich an Tag 1 und 2 hochsommerlich und an Tag 4 wieder versöhnlich, so dass der kühle, nasse Tag 3 nichts der tollen Stimmung anhaben konnte - nach einer verkürzten und verregneten Tour gab es schliesslich mit dem Brigerbad eine tolle Alternative, welche die teilweise geschundenen Körper wieder wohltuend erholen liessen.
Der erste Tag startete gemütlich mit einer Postauto- und Seilbahnfahrt hinauf auf die Belalp. Dort gab es auf dem kleinen aber feinen Bikepark zuerst ein Warm-up als Einstieg. Oje, noch nicht ganz wach legt Oliver sein Bike unsanft ab - dummerweise mit dem Bremshebel auf ein Felsstück, Fazit: Minus ein Bremshebel! Danach ging es bei herrlichem Sonnenschein auf den wunderschönen Panormaweg nach Nessel, in Bikekreisen als Nesselloop bekannt. Steil über Brig bzw. Naters gab es dann den ersten Lunch-Stop, die Sonne wärmte das Gemüt und die Sandwiches beruhigten den Magen. Nun ging es richtig zur Sache, ein knackiger, teilweise technischer und ruppiger Trail führte nach Birgisch. Nicht einmal eine Viertelstunde später gab es den nächsten Defekt zu beklagen, der rasende Simon hatte einen platten Hinterreifen! Dies flickt man heutzutage bekanntlich ganz schnell und einfach mit Pluggins - denkste!!! No Chance! So dicke Pluggins wie das Loch gross war musst du zuerst erfinden! Also, Pneu weg, neuer Schlauch rein, elektrische Pumpe an, Rad rein und weiter geht's, keine zehn Minuten später alles wieder im Lot! Ein paar Gegensteigungen folgten nun rund um die Safran-Ortschaft Mund und schliesslich führt ein letzter, rasanter Trail runter ins Tal. Welch eine Überraschung, wir werden von 30 Grad-Temperaturen fast erschlagen. Während einem Zwischenstopp beim Bikemech kühlt sich die Gruppe bei kalten Getränken ab und freut sich bereits auf den Tagesabschluss in der modernen Briger Ferienwohnung mit Apéro, Kochen, fein Essen und viel Plaudern! Ein rundum perfekter Tag - wenn man mal von den zwei kleinen Defekten absieht!
Am Tag 2 ist neu Philipp dabei, so ist die Gruppe nun zu sechst. Wieder geht es gemütlich mit Zug und Postauto via Leuk nach Leukerbad. Richi bleibt beim Gemütlichen und nimmt für die 1000 Höhenmeter hinauf zur Rinderhütte die Seilbahn, während sich die andern durch die Wälder und entlang von Felsbändern zur hochalpinen Sonnenterrasse hochkämpfen - noch im gemächlichen Tempo. Ab jetzt folgt der berühmte Torrenttrail, und der macht mit etwas Tempo so richtig Spass, also geht es "full speed" mal zwanzig Minuten rauschend wie auf einer Achterbahn runter und rauf bis die verdiente Picknickpause den Puls wieder beruhigt und erste Glücksgefühle setzten lässt. Etwas gemüglicher geht es dann weiter via Bachalp, Niwenalp und Feselalp und dort nochmals steil hoch zur oberi Meiggu, wo die Anstrengungen durch einen herrlicher Blick ins Lötschental belohnt werden. Und noch mehr Belohnung folgt nun mit einem bombastischen, fast nicht mehr enden wollenden Trail nach Jeizinen, Mountainbiking-Glück pur! Weil es bis da ohne Defekt ging, werden kurzerhand ab Jeizinen nochmals 450 Höhenmeter in Angriff genommen, um einen weiteren Prachtstrail nach Guttet unter die Räder zu nehmen, phantastisch! Schliesslich folgt der letzte Trail nach Leuk, wo die ausgetrockneten Kehlen mit einem ersten Rivella, Bier oder Schorle gekühlt werden. Apéro und Nachtessen gibts dann bei sommerlichen Temperaturen in der Altstadt von Brig - what a Day!
Der dritte Tag sorgte wie bereits eingangs erwähnt für einen kleinen Dämpfer in Sachen Tourenplanung. Ein Wetterumsturz brachte Kälte und Nässe, so war es undenkbar, den Saflischpass auf rund 2600 Metern über Meer in Angriff zu nehmen. Etwas später brunchen, eine kurze Bikerunde von Brig aus und dann ein langer Aufenthalt im Brigerbad waren aber angenehme und willkommene Alternativen! Simon schien es gespürt zu haben, er war nur die beiden ersten Tage dabei und an Tag 3 bereits wieder zurück im trockenen Führerstand irgendeiner Lok.
Tag 4 versprach wieder sonniges Wetter, davon war am Morgen um 7 noch nicht allzuviel zu sehen. Frühstück um 7h30, Packen, Check-out und Zug erwischen um 8h45 sorgten aber für andere Gedanken. Im Postauto hinauf nach Bürchen zeigten sich dann erste blaue Himmelszüge, die Wolken lockerten sich - doch da war noch etwas Nebel, was soll das? Auf genau 1600m verliessen Michèle, Beni, Richi, Philipp und Oliver das Postauto - und mussten sich erstmal etwas warmhüpfen! Doch kein Grund zur Panik, die Prognose verspricht Sonne und der erste Uphill-Trail wird für genügend Wärme sorgen! So garantierte es der Touren-Guide, und so war es ;-) Nach einer anschliessenden Highspeed-Fahrt nach Törbel gings über einen weiteren Wundertrail nach Embd und durch einen technisch anspruchsvollen Trail runter nach Kalpetran. Entlang der Mattervispa stieg der Zermatter Bikeweg nun wunderschön hinauf nach St. Niklausen, wo reservierte Plätze im Postauto auf uns warteten. Nichts für Beni, er nahm die 450 Höhenmeter hinauf nach Grächen pedalierend in Angriff! Nach einer Kaffeepause und dem obligaten Sandwich-Stop näherten wir uns dem letzten kurzen Anstieg hinauf auf 1800 Meter. Nun ging es praktisch nur noch runter auf den Trails rund um Grächen und den magischen Trail wieder nach Kalpetran. Via Höhenweg entlang der Eisenbahnlinie führte die Tour via Stalden, Planetenweg nach Visp wo dank gutem Zeitmanagement noch ausgiebig Süssigkeiten und Getränke verköstigt werden konnten - und natürlich nochmals über die phantastischen Touren und die Highlights debattiert wurde. Danke Wallis, wir kommen wieder!





